Montag: "Wochen-Abreisskalender" mit Glossen - Alltagserlebnisse, philosophische Gedanken.
Montag, 27. November 2023
WWW.Zweite-Chatbot-Meinung.de
Montag, 20. November 2023
Heute fühle ich mich nicht wohl
Montag, 13. November 2023
Da erwacht das Tier (in dir und mir)
Montag, 6. November 2023
Mehr Spiegel!
Im Laufe der Jahrhunderte hat es immer wieder Figuren
gegeben, die die Rolle eines Spiegels einnehmen. Seien es Personen wie Till
Eulenspiegel oder auch Victor von Bülow, bekannt als Loriot. Im etwas
erweiterten Sinne würde ich auch Hofnarren in diese Gruppe aufnehmen. Im Kern
geht es darum, dem Umfeld etwas zu demonstrieren, was es eigentlich schon weiß oder wissen
könnte. Sie haben es zwar gewusst, es war ihnen aber nicht bewusst. Nur
ein Buchstabe Unterschied, für unseren Kopf aber eine eklatant andere
Situation.
Niemand wird behaupten, dass er bei Loriot etwas lernt, was ihm vorher unbekannt war. Aber er zieht Dinge ins Bewusstsein, die wir dann (selbst ohne merkliche Überzeichnung) als lustig empfinden. Erst im nächsten Moment kommt dann (hoffentlich) die Erkenntnis, dass eigentlich wir es sind, die da vor der Kamera stehen. In irgendeiner verborgenen Ecke unserer Seele juckt es uns vielleicht auch, die horizontale Position eines Bildes herzustellen und das nach unserem Korrekturversuch hereinbrechende Durcheinander mit den entschuldigenden Worten „Das Bild hing schief“ zu kommentieren.
Aber zur Einschätzung unseres Verhaltens, der eigenen Außenwirkung oder eingeschliffenen Gewohnheiten verlangen wir selten nach einem Spiegel. Recht gängig ist im beruflichen Kontext das Einfordern von Feedback, aber schon die aufmerksame Betrachtung des Umfeldes und dessen Reaktion kann wertvolle Informationen liefern. In der Bibel heißt es, dass man den Balken im eigenen Auge nicht sieht, sondern nur den Splitter im Auge des Gegenübers. Mit Spiegel wäre das nicht passiert.
Montag, 30. Oktober 2023
Lehren und Belehren
Anders ist das mit dem Belehren. Eng verwandt, denn auch hier geht es um Informationen, Richtlinien oder Vorgaben. Aber im Gegensatz zum Lehren werde ich unfreiwillig damit konfrontiert, hier wird nichts bereit-gestellt, sondern mir auf-gedrückt. Der Lehrende präsentiert sich nicht nur als Fachkundiger in der Sache, er stellt sich auch exekutiv einer verdeckten judikativen Instanz zur Seite.
Montag, 23. Oktober 2023
Nicht nur der Montag ist dein Freund
Montag, 16. Oktober 2023
Schwarmintelligenz – Attraktoren – Schulterklopfen
Das kennt man ja klassisch von Marken, wie reizt man zum Kauf, wie hält man die Interessenten bei der Stange und wie scheu ist manchmal das Reh, das wir Kunden nennen. Da heißt es mit Gefühl die richtigen Knöpfe zu drücken, strahlende Gesichter sind selten hinderlich und weibliche Reize sind wie Erfolgsgeschichten ein willkommener Köder.
Das Internet als großer See, Untiefen inbegriffen und während er für die einen ein Planschbecken ist, räkeln sich anderen selbstdarstellerisch am Ufer und wieder andere genießen auf dem Tretboot die Sonne. Exhibitionisten kommen genauso auf ihre Kosten wie introvertierte Ruhesuchende, hinter Röhricht könnte ein Liebesnest verborgen sein, vielleicht aber auch nur eine Entenfamilie hausen.
Und was auch immer Instagram, Tictoc, Tinder und Co anbieten: Alles ist öffentlich, keine Barriere schirmt die Anbieter, kein Mechanismus unterscheidet bei den Konsumenten. Ein Traum scheint wahr zu werden, ein Traum von der Existenz der Schwarmintelligenz, von ungezügelter Demokratie. Da könnten einem höchstens bei Shitstorms, Korrelationen zwischen äußerlicher Attraktivität und Klickzahlen oder auch bei der Begründung von Meinungen Zweifel kommen.
[Weitere Blogs: Interdisziplinäre Gedanken, Feingeistiges]






